Die teure Wahrheit hinter deiner ‘kostenlosen’ Bankberatung
und warum Banker keine Berater sind
Vor einiger saß ich mit einer Teilnehmerin meiner Frauenfinanzschule zusammen, und ihre Geschichte ist so typisch, dass es schon fast traurig ist.
Sie hatte — wie so viele von uns — gedacht, dass der Gang zur Bank der erste Schritt zu einer klugen Geldanlage sei. Denn dort sitzen ja die Experten, oder?
Doch was ich dir heute unbedingt mitgeben möchte, ist:
Banker sind keine Berater — sie sind Verkäufer.
Der vermeintlich perfekte Tipp vom “Insider”
Diese Teilnehmerin schaute sich während unseres Investmentmoduls ihre bestehenden Anlagen genauer an.
Dabei stieß sie auf einen Fonds, den ihr der Freund ihres Bruders — ein Bankmitarbeiter — vor einigen Jahren als ‘die ideale Lösung’ für sie verkauft hatte.
Der Klassiker, denn wir vertrauen Menschen, die wir kennen. Was in Sachen Finanzen gern mal nach hinten los gehen kann.
Die ernüchternde Wahrheit hinter den Zahlen
Als wir gemeinsam in die Unterlagen schauten, bestätigte sich leider ein Muster, das ich nur zu gut kenne: Der einzige, der an diesem Investment wirklich verdiente, war die Bank und ihr Mitarbeiter.
Die Rendite? Weit unter dem, was ein simpler weltweiter ETF gebracht hätte. (Das ist ein Korb aus vielen, verschiedenen Aktien weltweit mit einer großen Risikostreuung.)
Stattdessen fraßen die jährlichen Gebühren einen großen Teil der Erträge auf — und sollten sogar noch erhöht werden!
Als ihre kluge Frage einfach abgebügelt wurde
Das Dreisteste an der Geschichte? Als meine Teilnehmerin damals beim Erstgespräch gezielt nach ETFs fragte, wurde sie mit den Worten abgebügelt, das sei ja wohl ‘totaler Schmarrn’.
Deutlicher kann man Menschen wohl kaum über den Tisch ziehen.
Dazu sollte man wissen, dass Banken an ETF-Verkäufen kaum etwas verdienen, denn die Gebühren sind da sehr, sehr niedrig.
Wer also so ein Produkt verkauft, hat als Mitarbeiter daran nichts verdient. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.
Der Moment, als sie die Kontrolle zurückgewann
Heute, nach ihrer Zeit in der Frauenfinanzschule, weiß sie genau, welche Anlagen für sie wirklich sinnvoll sind.
Sie hat das teure Bankprodukt gekündigt und ihre Finanzen selbst in die Hand genommen.
Natürlich versuchte man sie mit Sprüchen wie ‘Du verpasst eine große Chance!’ davon abzuhalten — aber sie blieb bei ihrer Entscheidung.
Das System dahinter verstehen
Versteh mich nicht falsch: Das System ist so aufgebaut, dass Finanzproduktverkäufer von Provisionen leben. Sie verkaufen die Produkte, die ihnen die höchsten Prämien bringen.
Ob diese Produkte das Richtige für dich sind? Das spielt dabei leider oft keine Rolle.
Was jahrelange Erfahrung mich gelehrt hat
In all meinen Jahren mit denen ich mich nun mit dem Thema Finanzen beschäftige ist mir noch kein einziges Bankprodukt begegnet, das besser abgeschnitten hätte als eine eigenständig umgesetzte Anlagestrategie.
Der Hauptgrund dafür sind die hohen Gebühren, die dir Jahr für Jahr die Rendite auffressen.
Dein Weg zu finanzieller Selbstbestimmung
Mein Rat an dich: Nimm deine Finanzen selbst in die Hand. Lass dich nicht von großen Versprechungen blenden.
Auch nicht, wenn sie aus dem Mund von jemandem kommen, den du bei der Bank kennst.
Mit dem richtigen Wissen kannst du dein Geld selbst viel besser anlegen — ohne dass andere daran mitverdienen.
Finanzen lassen sich lernen
Alles was du wissen musst, lernst du in der Frauenfinanzschule.
Und das heißt bewusst “Finanz-Schule” und nicht “Finanzprodukt-Verkauf”, denn hier bekommst du das Wissen über Geld, das du brauchst und dich vorwärts bringt.
Wenn dich das interessiert, dann komm in unsere Runde dazu.



Als früherer „Finanzberater“, der auf reiner Provisionsbasis gearbeitet hat, kann ich das Geschriebene nur bestätigen.
Super Artikel! Ich hätte echt nicht gedacht, dass Bankkaufleute solch shady Business an den Tag legen.