Wie du heute als Frau mit Geld umgehst, begann als Prägung in deiner Kindheit
(und hatte 18 Jahre um sich zu festigen!)
Beim Lebensmitteleinkauf rechnest du blitzschnell die günstigsten Angebote aus.
Aber wenn jemand ‘Aktien’ oder ‘ETF’ sagt, schaltest du innerlich ab. Komisch, oder?
Das Haushaltsbuch meiner Mama
Wie wir mit Geld umgehen, wird bereits in unserer frühesten Kindheit geprägt. Bei mir war es das Haushaltsbuch meiner Mutter, das mich nachhaltig beeinflusst hat.
Nach jedem Einkauf sah ich, wie sie akribisch die Kassenzettel in ihrem Büchlein erfasste und die Ausgaben säuberlich nach Kategorien trennte: Lebensmittel, Reinigungsmittel und andere Ausgaben.
Mein Vater hingegen hatte seine ganz eigene Methode.
Auf der Rückseite eines alten Plakats erstellte er zu Jahresbeginn eine große Übersichtstabelle.
In den Spalten waren die Monate eingetragen, in den Zeilen notierte er fein säuberlich die großen, fixen Ausgaben des Jahres: Wann die KFZ-Versicherung fällig wurde, wann Heizöl gekauft werden musste und ähnliche größere Investitionen.
Warum Frauen das “kleine Geld” bekamen
Diese Arbeitsteilung spiegelt ein klassisches Muster wider: Frauen wurde traditionell das “kleine Geld” zur Verwaltung zugestanden — das interne Haushaltsgeld.
Männer hingegen kümmerten sich um das “große Geld” — Investitionen und nach außen gerichtete Finanzentscheidungen.
Diese Rollenverteilung existiert seit Jahrhunderten und es ist kein Wunder, dass viele von uns Frauen heute noch Scheu davor haben, größere Summen nach außen hin anzulegen.
Woher sollten wir uns auch damit auskennen? Wir hatten keinen Zugang zu diesen Möglichkeiten mit dem “großen Geld”.
Deine Geschichte mit Geld
Vielleicht magst du diese Zeilen zum Anlass nehmen, um für dich darüber nachzudenken:
Wie hast du in deiner Kindheit deine Eltern im praktischen Umgang mit Geld erlebt?
Und noch wichtiger: Wie hat sich das auf dein heutiges Denken und Handeln in Finanzdingen ausgewirkt?


