Börse im Sinkflug? Warum du nicht in Panik verfallen solltest 📈
Frauen bleiben ruhiger – und haben damit einen echten Vorteil
Die Börse spielt immer wieder mal völlig verrückt. Sie reagiert auf jeden Tweet, den der amerikanische Präsident absetzt.
Der Nervositätsgrad, den man am Volatilitätsindex ablesen kann, ist enorm.
Vielleicht hast du in den letzten Tagen auch nervös in dein Depot geschaut.
Vielleicht hat dein Magen sich zusammengezogen, als du die roten Zahlen gesehen hast.
Vielleicht hast du dich gefragt: Soll ich rausgehen? Soll ich verkaufen?
Das Gefühl kenne ich. Und ich kann dir versichern: Du bist nicht allein.
Wer da draußen wirklich nervös ist
Dieser Volatilitätsindex bildet vor allem die Reaktionen der großen Marktteilnehmer ab. Das sind nicht wir Kleinanleger.
Das sind große Versicherungen, die ihr Vermögen – und vor allem das Vermögen ihrer Kunden – an der Börse investieren.
Die zittern gerade. Und diese Nervosität schwappt rüber zu uns. Wir sehen die Schlagzeilen. Wir sehen die roten Zahlen. Wir spüren: Da passiert was.
Die Frage, die jetzt alle stellen
Was bedeutet das für uns, wenn die Börse so eine Talfahrt macht? Sollen wir rausgehen? Was sollen wir machen?
Mir ist an dieser Stelle ganz wichtig, dass wir keine Panik bekommen. Denn wir agieren auf lange Sicht.
Das bedeutet: Du kannst diese Wellen, die es immer an der Börse geben wird, aussitzen.
Und lange Sicht bedeutet: 7, besser 10 Jahre in die Zukunft gedacht.
Was passiert, wenn du einen Schritt zurücktrittst
Schauen wir uns mal den S&P 500 an, den Leitindex der USA. Der hat innerhalb von wenigen Wochen fast 10 % verloren. Heftig, oder?
Doch wenn wir ein Jahr zurückschauen: Er ist um etwa 15 % gestiegen.
Gehen wir noch weiter zurück und schauen uns die letzten 10 Jahre an: Er ist knapp 290 % gestiegen.
Und jetzt wird es wild: Gehen wir 40 Jahre zurück, dann ist er über 6.100 % gestiegen. Mehr als sechstausend Prozent.
Der Trick mit dem Zeitraum
Was ich dir damit sagen will: Die Zeiträume spielen eine große Rolle.
Wenn du zu nah dran bist, dann verfällst du in Panik. Weil du nur dieses Sinken vom Aktienmarkt siehst. Doch über einen langen Zeitraum hat die Börse jedes Tief wieder aufgeholt.
Und dieser lange Zeitraum ist der Zeitraum, den wir als Anlegerinnen im Auge haben.
Wir reden nicht vom nächsten Monat. Auch nicht vom nächsten Jahr. Sondern von 5 Jahren, 10 Jahren, 15 Jahren.
Im Englischen gibt es den Ausdruck: “If in doubt, zoom out.” Wenn du im Zweifel bist, dann tritt einen Schritt zurück und schau dir das größere Bild an.
Und das größere Bild? Das ist immer noch intakt.
Was wir akzeptieren müssen
Wir müssen damit zurechtkommen, dass die Börse keine gerade Strecke nach oben macht.
Sie wird immer wieder Rücksetzer haben. Korrekturen. Abfälle. Das ist ein vollkommen normaler Teil dieses ganzen Konstrukts.
Die Börse ist keine Rolltreppe. Sie ist eine Achterbahn.
Und wer langfristig investiert, sitzt in dieser Achterbahn – aber mit Sicherheitsgurt und dem Wissen, dass sie am Ende des Tages oben ankommt.
Der überraschende Vorteil, den wir haben
Und jetzt wird’s interessant: Wer kommt besser mit diesen schwierigeren Börsenphasen zurecht?
Frauen.
Weißt du, warum?
Weil Männer sehr viel emotionaler reagieren. Sie handeln impulsiver, verkaufen aus Panik, kaufen aus Gier. Frauen halten ihre Strategie durch. Sie bleiben ruhig. Sie zoomen out.
Das ist keine Behauptung. Das sind Forschungsergebnisse. Und es ist einer der wenigen Bereiche im Finanzwesen, wo wir Frauen einen echten strukturellen Vorteil haben.
Was das jetzt für dich bedeutet
Ich hoffe, dass du dir diesen größeren Blick immer wieder holst. Dass du dir die Gewissheit bewahrst: Das ist ein normaler Prozess, der an der Börse passiert.
Du als jemand, der über einen langen Zeitraum Geld anlegt, musst sich davon nicht beeindrucken lassen.
Die Schlagzeilen werden weiter schreien. Die roten Zahlen werden dich weiter anstarren.
Doch du weißt jetzt: Das ist nur ein Kapitel. Nicht das ganze Buch.
Zoom out. Atme durch. Und bleib im Spiel.



Sehr interessant, vielen Danke schön. Gerade der Tipp mit dem rauszoomen.
Danke, Alexandra, für die wertvollen Infos. Ja, ich gestehe, die Börse macht mich momentan ziemlich nervös. Aber wie du es gesagt hast: Jedes Mal denke ich mir, ich bin ein kleiner Fisch in einem großen Ozean. Es wird schon. 😊