Greenwashing, Gebühren, Rendite – was steckt wirklich hinter nachhaltigen ETFs? Alexandra Graßler erklärt, was Frauen beim ESG-Investieren wissen müssen.
Vielen Dank für deinen Beitrag! Dein Ziel, Finanzbildung speziell für Frauen zugänglicher zu machen, finde ich sehr wichtig und unterstützenswert.
Gerade deshalb sehe ich die zentrale Botschaft kritisch. Zwar gehst du im Artikel auf Greenwashing, die fehlende Einheitlichkeit von ESG Kriterien sowie regulatorische Unterschiede ein, dennoch entsteht im Gesamtbild eine relativ klare positive Rahmung von nachhaltigen ETFs als eine Lösung für das Spannungsfeld zwischen Rendite und Gewissen.
Die Aussage, ESG oder nachhaltige ETFs seien „in vielen Fällen die klügere Wahl“, erscheint mir dabei zu stark. Historische Unterschiede in der Wertentwicklung lassen sich auch durch Branchen- oder Faktorallokationen erklären und sind kein belastbarer Beleg für einen strukturellen Vorteil.
Auch die Aussage, Nachhaltigkeit sei Risikomanagement und nachhaltig wirtschaftende Unternehmen seien besser geführt, erscheint mir zu pauschal. Es gibt zahlreiche Beispiele für Unternehmen mit hohen ESG-Bewertungen, die dennoch in Kontroversen verwickelt waren oder wirtschaftliche Probleme hatten.
Mein Hauptpunkt ist deshalb weniger ein inhaltlicher Widerspruch, sondern eine Frage der Einordnung. Denn gerade im Kontext von Finanzbildung und besonders, wenn sich das Angebot explizit an Frauen richtet, wäre aus meiner Sicht eine stärkere Betonung der verbleibenden Unsicherheiten hilfreich. Finanzielle Selbstbestimmung bedeutet für mich nicht, gut erklärte Labels zu übernehmen, sondern deren Grenzen zu verstehen und darauf basierend eigene Entscheidungen zu treffen.
Danke Alexandra 💕
Gern geschehen! 😊
Vielen Dank für deinen Beitrag! Dein Ziel, Finanzbildung speziell für Frauen zugänglicher zu machen, finde ich sehr wichtig und unterstützenswert.
Gerade deshalb sehe ich die zentrale Botschaft kritisch. Zwar gehst du im Artikel auf Greenwashing, die fehlende Einheitlichkeit von ESG Kriterien sowie regulatorische Unterschiede ein, dennoch entsteht im Gesamtbild eine relativ klare positive Rahmung von nachhaltigen ETFs als eine Lösung für das Spannungsfeld zwischen Rendite und Gewissen.
Die Aussage, ESG oder nachhaltige ETFs seien „in vielen Fällen die klügere Wahl“, erscheint mir dabei zu stark. Historische Unterschiede in der Wertentwicklung lassen sich auch durch Branchen- oder Faktorallokationen erklären und sind kein belastbarer Beleg für einen strukturellen Vorteil.
Auch die Aussage, Nachhaltigkeit sei Risikomanagement und nachhaltig wirtschaftende Unternehmen seien besser geführt, erscheint mir zu pauschal. Es gibt zahlreiche Beispiele für Unternehmen mit hohen ESG-Bewertungen, die dennoch in Kontroversen verwickelt waren oder wirtschaftliche Probleme hatten.
Mein Hauptpunkt ist deshalb weniger ein inhaltlicher Widerspruch, sondern eine Frage der Einordnung. Denn gerade im Kontext von Finanzbildung und besonders, wenn sich das Angebot explizit an Frauen richtet, wäre aus meiner Sicht eine stärkere Betonung der verbleibenden Unsicherheiten hilfreich. Finanzielle Selbstbestimmung bedeutet für mich nicht, gut erklärte Labels zu übernehmen, sondern deren Grenzen zu verstehen und darauf basierend eigene Entscheidungen zu treffen.