Ich habe eine fliederfarbene Leinenhose, die ich im Sommer liebe. Was nach einem belanglosen Detail klingt, führt zu einer Geschichte über Verbote, Macht und finanzielle Selbstbestimmung.
Bis ins 18. Jahrhundert gab es in Deutschland polizeiliche Verbote, die Frauen das Tragen von Hosen untersagten. Erst ab 1914 wurden Hosen im Arbeitsleben allmählich akzeptiert. Und noch in den 1960ern galten Kleiderordnungen in Schulen, Kirchen und Gaststätten.
1970 dann der berühmte “Hosenskandal” im Bundestag. Was damals passierte, als eine Abgeordnete im Hosenanzug erschien, zeigt etwas Grundsätzliches.
In dieser Folge erzähle ich dir, warum diese einseitigen Verbote so viel mit unserer heutigen Situation zu tun haben. Warum Frauen einen geschützten Raum brauchen, um aufholen zu dürfen. Und warum es mich jedes Mal erschüttert, wenn ich in Mails lese: “Darf ich auch einfachste Dinge fragen?”









