3 Kommentare
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Avatar von Michaela Richter

Für uns beginnt dieses Jahr die Schulpflicht und mir graut davor, auch wegen all dieser Themen, die du beschreibst. Es geht mit dem Zementieren der sozialen Rollen natürlich schon viel früher los als in der Schule. Viele Kinderbücher sind so dermaßen klischeebehaftet, dass ich ganz viel anders vorgelesen habe oder gleich großzügig aussortiert. Aber die Schule gehört auch meiner Meinung nach dringend angepasst. Es ist nun wirklich nicht so, als gäbe es nicht genug spannende Literatur, die von Frauen geschrieben wurde, die man im Unterricht lesen könnte. Oder als gäbe es zu wenig Forscherinnen oder Politikerinnen. Von denen erfuhr ich hauptsächlich durch Eigeninteresse. Wahrscheinlich muss ich auch bei meiner Tochter einen parallelen Lehrplan in Eigenregie aufstellen und ich bereite mich innerlich schon auf einige Gespräche mit den Lehrkräften (fast ausschließlich weiblich..) vor.

Avatar von Alexandra Graßler

Ich kann das alles so gut nachfühlen und es scheint ein ewiger Kampf zu sein. Den anscheinend immer nur wir Frauen führen. Wie man an dem anderen Kommentar auch sehr gut erkennen kann...

Avatar von Friedrich Steiner

Eine verpflichtende 50:50-Quote für Autoren in Lehrplänen setzt das falsche Signal. In der Schule sollte nicht das Geschlecht entscheiden, sondern Qualität, Relevanz und didaktische Eignung.

Lehrpläne haben den Auftrag, Wissen und kulturelle Entwicklung abzubilden – nicht historische Ungleichgewichte rechnerisch zu korrigieren. Eine starre Quote verschiebt das Auswahlkriterium von fachlicher Bedeutung hin zu einem biologischen Merkmal.

Natürlich ist es richtig, vergessene oder unterrepräsentierte Stimmen stärker zu berücksichtigen. Aber das darf nicht zulasten des Leistungsprinzips geschehen. Vielfalt entsteht durch Offenheit für Qualität – nicht durch mathematische Vorgaben.

Qualifikation muss das Leitkriterium bleiben.